Die Berghütte wurde Ende des 19.Jahrhundert von einem gewissen Bernardi aus Predazzo für  Pedrotti aus Trient errichtet, der die Familie Volcan aus Moena mit der Bewirtung beauftragte. Die ursprüngliche Anlage der Hütte war sehr einfach und es scheint, dass sich an dieser Stelle bereits zuvor ein Bau befand, der als Stall oder Heuschober genutzt wurde.

Es ist interessant zu wissen, dass die Hütte von Beginn an touristisch genutzt, den die ersten Touristen, die den kürzesten Weg von München nach Venedig nutzten, kamen über den Brennerpass, den Tires-Pass, den Carezza-Pass, Moena und den Lusia-Pass, und dann weiter nach Paneveggio, den Colbricon, das Primierotal hinab nach Venedig.

Ein weiterer touristischer Impuls waren in diesen Jahren die zahlreichen Geologen und Botaniker, die auf die Lusia-Alm kam, die von großem naturkundlichem Interesse ist, da sie im Grenzbereich des Dolomitgesteins und des Effusivgesteins liegt und viele botanische Arten aufzuweisen hat, die nur hier zu finden sind.

Unter diesen Forschern waren auch der deutsche Geologe Ferdinand von Richthofen, Josiah Gilet und G.C. Churchill sowie die Schriftstellerin Amelie Ann Blanford Edwards.

Ein kleine Bemerkung am Rande: Angesichts des Anstiegs der Besucher wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts unweit des Lusia-Passes das Hotel Alpenrose errichtet, ebenfalls durch Herrn Pedrotti aus Trient, das jedoch 1908 durch einen Brand zerstört wurde.

Es wird erzählt, dass der Brand gelegt wurde, um die Versicherungsprämie für die Immobilie zu kassieren, da das Hotel keine Gewinne erwirtschaftete.

Und: Die ersten „Touristen“ auf der Lusia-Alm gehen wahrscheinlich auf das Mesolithikum zurück. Bei Umbauarbeiten im Jahr 1998 fand der Archäologe M. Degiampietro eine Speerspitze aus Bronze (3500-1000 v. Chr.), die dann an das Museum für Ladinische Kultur in Vigo di Fassa als Leihgabe vergeben wurde.

Während des Ersten Weltkrieges wurde die Berghütte zum Hauptquartier und diente der taktischen Unterstützung, da sie sich in der zweiten Linie der Kriegsfront auf der Höhe der Cima Bocche befand.

In den Jahren vor dem Krieg wurde die Veranda aus Holz und Glas abgerissen, um Unterkünfte für die Frontoffiziere zu errichten. Es ist interessant zu wissen, dass an diesen Abrissarbeiten auch Sisto Rizzoli aus Cavalese teilnahm, der die Berghütte ab 1932 bewirtet hat.

Wie bereits gesagt wurde die Berghütte  1932 von Sisto Rizzoli gekauft, der sie bis 1960 bewirtet hat. Anschließend führte seine Tochter Margherita die Bewirtung fort. Die Berghütte war vor allem während des Sommers geöffnet. Außer den ausgezehrten Bergwanderen kamen auch viele Bauern am die Alm, um hier im August Heu zu machen.

Die alten Leute erinnern sich noch an den Klang der unzähligen Dengelhämmer und Ambosse, mit denen die Mäher gegen Abend die Blätter der Sensen und Sicheln bearbeiten: „Aus allen Richtungen kam dieses Klopfen und es klang wie der Gesang der Grillen am Abend“.

Andere erinnern sich an die Ferragosta-Sonntage und das traditionelle Lusia-Fest, zu dem die Mäher und Recher in der Hütte zusammenkamen, um ausgelassen zu feiern, und bei dieser Gelegenheit wurde auch musiziert, fast immer mit Ziehharmonika und Mundharmonika, und oft kamen auch Gitarre, Banjo und Mandoline hinzu.

Dieses Thema ist sehr interessant, denn gemäß der von der Großgemeinde Fleimstal vergebenen Rechte wurden die Almen oberhalb der alten Straße vom Lusia-Pass zur Bocche-Alm von den Bauern aus Moena bewirtschaftet, während der der Teil unterhalb und die Viezzena-Hänge von Leuten aus Tesero (die „Tiezeri“ genannte wurden) sowie Masi di Cavalese (genannt „Masadin“) gemäht wurden. Viele der Mäher und Recher kamen auch aus dem Raum Belluno (aus dem Bioistal und dem Raum Feltre). Am Lusia-Pass kamen Menschen aus unterschiedlichen Regionen und Dörfern zusammen, und es ist leicht vorstellbar, dass es oft zu Diskussionen, Streitigkeiten und auch Reibereien kam, die oft auf alten Feindschaften beruhten, aber zugleich entstanden hier auch neue Lieben...

Nahezu in Vorahnung der Entwicklung des Wintertourismus wurden in der Mitte der 60er Jahre einige Exkursionen mit einer Pistenkatze des schwedischen Herstellers Snowtrak (www.snow-trac.com) organisiert, die bis zum  Bellamonte-Pass führten.

1969 wurde die Seilbahn auf der Moena-Seite gebaut, 1973 begann der Bau des Sessellifts Campo Cune und im darauf folgenden Jahr des Sessellifts Campo Laste (für den Lastentransport) und damit begann die moderne Zeit der Lusia-Alm mit ihren neuen Pisten und Aufstiegsanlagen. Vor allem in den vergangenen zehn Jahren wurde auch die Berghütte Lusia vollständig modernisiert, wobei jedoch der traditionelle Stil beibehalten wurde, der für eine mehr als hundertjährige Geschichte steht.

 

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